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Aktuelle News

Urteil: Kastanienbaum rechtfertigt keinen Anspruch auf Carport

Das Landgericht Nürnberg-Fürth entschied in einem aktuellen Urteil, dass Mitglieder einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) keinen Anspruch auf den Bau eines Carports haben, wenn der betreffende Stellplatz von Kastanienfall oder Baumharz betroffen sein kann. Dies gilt auch dann, wenn ein Sondernutzungsrecht für den Stellplatz vorhanden ist (AZ 14 S 6188/17 WEG).
Im vorliegenden Fall hatte eine Wohnungseigentümerin geklagt, da sie von den anderen WEG-Mitgliedern den Bau eines Carports für ihren Stellplatz verlangte. Dieser befindet sich neben einem Kastanienbaum, der bereits zu Vertragsbeginn 60 Jahre alt war. Durch herabfallende Kastanien und Äste oder tropfendes Baumharz sah sich die Eigentümerin in der Nutzung ihres Stellplatzes gehindert.
Das Gericht wies jedoch die Klage ab und erklärte, dass die anderen Eigentümer nicht dazu verpflichtet seien, dem Carport-Bau zuzustimmen. Das Herabfallen der Kastanien oder Ähnlichem mag zwar lästig sein, doch bestehen andere Möglichkeiten, das Fahrzeug vor diesen Einflüssen zu schützen.

WLAN in Haus und Wohnung: Die besten Techniken im Test

Heute muss nahezu jeder Raum im Haus vernetzt sein. Schwächelnde WLAN-Netze in Wohnungen und Einfamilienhäusern führen daher immer wieder zu Ärgernissen. Stiftung Warentest hat vor diesem Hintergrund drei unterschiedliche Techniken untersucht, die eine optimale Verstärkung und Weiterleitung des Netzes versprechen.
Als Beispielszenarien dienten eine Mehretagenwohnung und ein Einfamilienhaus, in denen das WLAN-Netz verstärkt werden sollte. Als Testsieger stellte sich ein preiswerter Repeater für 67 Euro heraus, der optimal mit einem Router desselben Anbieters kombiniert werden kann. Für eine große Wohnung reicht dabei bereits ein einzelner Repeater für ein zufriedenstellendes Ergebnis aus – für Einfamilienhäuser oder mehrere Etagen empfehlen die Tester zwei Geräte.
Größere Distanzen lassen sich am besten mit einem Powerline-Adapter für 135 Euro überbrücken. Ebenfalls interessant: Die stark beworbene Mesh-Technik brachte für die Tester kaum Vorteile zutage. Die Produkte waren nicht schneller, aber deutlich teurer als die Konkurrenz und verbrauchen deutlich mehr Strom. Der Test WLAN-Verstärker findet sich in der September-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online abrufbar.
Quelle: Stiftung Warentest

Neue KfW-Förderung: Weitere Mittel für Barrierefreiheit und Einbruchschutz

Seit August können Eigentümer und Mieter wieder Zuschüsse für Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren in ihren Wohnräumen beantragen. Das Bundesinnenministerium (BMI) stockt die Fördertöpfe um 75 Millionen Euro auf. Auch ein verbesserter Einbruchschutz wird mit 65 Millionen Euro bezuschusst.
Nachdem im August 2017 die KfW-Zuschüsse zur Barrierereduzierung im Bad- und Wohnbereich eingestellt wurden, können Anträge nun wieder eingereicht werden. Zum einen soll damit älteren Menschen der möglichst lange Verbleib im eigenen Haus ermöglicht werden, zum anderen erforderte die anhaltend hohe Nachfrage nach einer erhöhten Sicherheit von Wohngebäuden neue Maßnahmen.
Um die Zuschüsse bedarfsgerecht abrufen zu können, empfiehlt die KfW privaten Bauherren, ihre Förderanträge bereits vor Beginn des Bauprojekts im KfW-Zuschussportal online zu stellen. Wenn alle Daten und Informationen vorhanden sind, wird innerhalb weniger Sekunden anschließend die Förderzusage erteilt.
Quelle: KfW

Bautipp: Wohnräume nach Landesbauverordnung planen

Ein Hausbau ist eine komplexe und aufwendige Angelegenheit. Aus Kosten- und Planungsgründen verschieben laut Verband Privater Bauherren e.V. (VPB) viele Bauherren den Dach- oder Kellerausbau auf später. Dies macht Sinn, wenn der Platz zunächst einmal ausreicht und ein weiterer Raum beispielsweise erst für die groß gewordenen Kinder benötigt wird.
Was viele Eigentümer jedoch nicht wissen: Ein Dach oder Kellerraum ist nicht automatisch als Wohnraum genehmigt, wenn die Räumlichkeiten bei Einzug anderweitig deklariert worden sind. So gelten beispielweise in unterschiedlichen Bundesländern verschiedene Mindesthöhen für Wohnräume, die eingehalten werden müssen. Zudem muss ein zweiter Fluchtweg und mancherorts sogar ein zusätzlicher Stellplatz eingeplant werden.
Die Bauexperten raten daher, Dach- oder Kellerräume von Anfang an für die spätere Nutzung entsprechend zu planen und beim zuständigen Bauamt genehmigen zu lassen. Auch beim Thema Vermietung sollten Eigentümer die Vorschriften der unterschiedlichen Länder kennen und ihre Anträge entsprechend einreichen.
Quelle: VPB

Solarstrom: Nachfrage um 50 Prozent höher als im Vorjahr

Im ersten Halbjahr 2018 wurden laut Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1.340 Megawattpeak neu installiert. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies etwa 50 Prozent mehr neue Stromleistung durch Solarenergie. Die Gründe für die deutlich gestiegene Nachfrage sehen die Energieexperten in dem aktuellen Rekordsommer sowie den stetig sinkenden Kosten für die Installation von Photovoltaikanlagen.
Eigentümer legen laut dem Branchenverband zudem immer mehr Wert auf eine Speichermöglichkeit für den selbst erzeugten Strom, um diesen später zu nutzen oder in das öffentliche Netz einzuspeisen. Hierfür erhalten sie eine für zwanzig Jahre garantierte Einspeisevergütung bzw. Marktprämie nach dem Erneuerbaren-Energien Gesetz (EEG).
Die aktuellen Daten bestätigen die Prognosen des Verbands aus dem Frühjahr, dass 2018 erstmals seit Jahren wieder das jährliche Photovoltaik-Ausbauziel der Bundesregierung erreicht werden könnte.
Quelle: BSW Solar

Urteil: Schönheitsreparaturen nicht formularmäßig auf Mieter übertragbar

In einem aktuellen Urteil entschied der Bundesgerichtshof, dass eine Vertragsklausel, die den Mieter bei Wohnungsübergabe zu Schönheitsreparaturen verpflichtet, unwirksam ist. Dies gilt auch dann, wenn der Mieter sich bei dem vorherigen Mieter dazu verpflichtet hat (AZ VIII ZR 277/16).
Im vorliegenden Fall hatte ein Mieter im Zuge seiner Kündigung Schönheitsreparaturen an der Wohnung vorgenommen, die die Vermieterin jedoch als unzureichend beanstandete. Sie beauftragte einen Fachbetrieb mit der Nachbesserung und verlangte, dass der Mieter die entstandenen Kosten von 800 Euro übernahm. Dieser argumentierte jedoch, dass er nie zu der Durchführung der Arbeiten verpflichtet gewesen sei, da die Wohnung unrenoviert übergeben worden war.
Das Gericht stimmte nun aktuell dem Mieter zu. Eine Klausel, die einen Mieter zu Schönheitsreparaturen ohne entsprechenden Ausgleich verpflichtet, ist unwirksam. Auch die Renovierungsvereinbarung mit dem Vormieter hat keinen Einfluss auf das Vertragsverhältnis zwischen Vermieter und Mieter.

Begrünte Fassaden: Wie Kletterpflanzen das Innenraumklima beeinflussen

Kletterpflanzen wie Efeu an der Hausfassade sorgen für ein angenehmes Innenraumklima und schützen vor großen Temperaturschwankungen. Das haben Wissenschaftler der Universität Köln sowie des Forschungszentrums Jülich in einem mehrwöchigen Vergleich von begrünten und klassisch-verputzten Fassaden aktuell herausgefunden.
Dabei zeigte sich, dass sich die Kletterpflanzen im Sommer kühlend und im Winter wärmedämmend auf die Fassaden auswirken. Bei weitem gab es nicht so starke Temperaturschwankungen wie mit den verputzten Hausfassaden. Bei Letzteren variierte die Temperatur im Sommer um bis zu 35°C, während bei den begrünten Fassaden eine Schwankung von 10 bis 13°C am Tag festgestellt wurde.
Darüber hinaus stellten die Forscher fest, dass Efeu gesundheitsschädliche Stickoxide absorbiert und Feinstaub filtert. Des Weiteren hat die Bepflanzung mit Efeu und anderen Kletterpflanzen einen positiven Effekt auf die Absorption des Treibhausgases CO2. Hauseigentümer sollten sich daher nicht von dem eher schlechten Image der begrünten Hausfassaden beeinflussen, sondern sich bei einem spezialisierten Handwerksbetrieb beraten lassen.
Quelle: Forschungszentrum Jülich

Gewerbeimmobilien: Schnelles Internet bleibt wichtigstes Kriterium

Einer aktuellen Umfrage von WiredScore zufolge ist eine schnelle Internetverbindung für Büros wichtiger als andere Faktoren. Bereits im Vorjahr hatte sich eine deutliche Tendenz gezeigt, bei der die Befragten eine schnelle und ausfallsichere Verbindung an ihren Arbeitsplätzen anderen Kriterien vorzogen.
So waren beispielsweise modern gestaltete Büros kaum von Interesse. Lediglich acht Prozent nannten diesen Faktor als Entscheidungskriterium. Eine gute Erreichbarkeit und Anbindung an die lokale Infrastruktur war für 31 Prozent der Befragten wichtig. Den höchsten Investitionsbedarf sehen 35 Prozent der Teilnehmer in der Kommunikationsinfrastruktur.
Der Wunsch nach einem softwaregeschützten und komfortablen Arbeiten ist den Marktexperten zufolge nachvollziehbar, da allein 55 Prozent der Teilnehmer angaben, täglich mehr als acht Stunden am Computer zu arbeiten.
Quelle: WiredScore

Bautipp: Handwerker sorgfältig aussuchen!

Der Verband Privater Bauherren e.K. (VPB) empfiehlt Hausbesitzern aktuell, nicht das erste Handwerksunternehmen, das Kapazitäten frei hat, für ihre Sanierungs- und Bauprojekte zu beauftragen. Vor allem sollten sie sich Zeit nehmen, verschiedene Angebote zu vergleichen und die Unternehmen auf ihre Qualität und Zuverlässigkeit zu überprüfen.
Hausbesitzer sollten sich zunächst Referenzen einholen und ebenfalls nach der Versicherung der Firma fragen. Dies ist den Bauexperten zufolge wichtig, wenn während der Bauphase Probleme auftreten. Ist kein ausreichender Versicherungsschutz vorhanden, können die Auftraggeber schlimmstenfalls auf den Kosten sitzenbleiben.
Denn dies war der Fall bei einer aktuellen Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 9. Februar 2018 (AZ V ZR 311/16). Hierbei war das Dach bei Sanierungsarbeiten in Brand geraten und das Nachbargebäude beschädigt worden. Das Gericht entschied zugunsten des Nachbars und legte fest, dass der Auftraggeber für den Schaden aufkommen muss.
Quelle: VPB

Ökologische Dämmstoffe: 95% der Hausbesitzer sind zufrieden

Nahezu alle Eigenheimbesitzer, die ökologische Baustoffe zur Dämmung ihres Hauses verwendet haben, sind mit dem Ergebnis zufrieden. Dies hat eine aktuelle Umfrage der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online im Zuge der Kampagne „Natürlich Dämmen“ ergeben.
Ein Großteil der Umfrageteilnehmer (78 Prozent) gab außerdem an, dass zu ihrer Entscheidung vor allem gesundheitliche Aspekte wie weniger Schadstoffe und Chemikalien beigetragen haben. Darüber hinaus war ein verbesserter Hitzeschutz im Sommer für 65 Prozent der Hausbesitzer ein weiterer wichtiger Aspekt.
Allerdings beurteilten rund ein Drittel der Teilnehmer die Anzahl der Handwerker mit dem Fachwissen für Naturdämmstoffe als schlecht. Mit der Beratung selbst waren die meisten jedoch zufrieden. Interessierte Bauherren und Eigenheimbesitzer erhalten unter www.natürlich-dämmen.info Praxistests, Ratgeber und Hintergrundinfos zum Dämmen mit natürlichen Materialien.

Urteil: Vermieter haftet nicht unbegrenzt für Mieterverletzung

Besteht ein Zusammenhang zwischen einem Mangel an einer Mietsache und einer Verletzung des Mieters, kann der Vermieter für den Schaden haftbar gemacht werden. Allerdings haftet der Vermieter nicht unbegrenzt, entschied das Landgericht Nürnburg-Fürth in einem aktuellen Urteil (AZ 7 S 5872/17).
Im vorliegenden Fall hatte eine Vermieterin ihren Vermieter auf 52.000 Euro Schadensersatz und 10.000 Euro Schmerzensgeld verklagt. Bei Einzug hatte sie mitgeteilt, dass ein Rollo im Wohnzimmer nicht einwandfrei funktionierte. Dieses Rollo stürzte 2 Wochen nach Einzug herunter, weswegen die Mieterin sich erschrak und auf der Treppe stürzte.
Das Gericht entschied nun aktuell zugunsten des Vermieters. Zwar müssen Mängel an der Mietsache behoben werden, doch fehlt es in diesem Fall an einem adäquaten Zurechnungszusammenhang. Die Verletzung ist durch eine Überreaktion der Mieterin entstanden und nicht durch den Mangel der Mietsache an sich.

Einziehen und Wohlfühlen: 333 Tipps zur ersten eigenen Wohnung

Die erste eigene Wohnung ist für die meisten jungen Leute ein wichtiger Schritt in ein selbstbestimmtes und erwachsenes Leben. Doch mit dem ersten Mietvertrag kommen neben vielen Rechten auch einige Pflichten auf die neuen Anwohner zu. Um eine praktische Hilfe für den ersten Umzug zu bieten, hat Stiftung Warentest nun aktuell einen Ratgeber herausgebracht.
Das Buch „Meine erste eigene Wohnung“ liefert Checklisten für Nervöse, Vergessliche und Unwissende, es erklärt, welche Heizarten es gibt oder welcher Dübel in welcher Wand hält und informiert ebenfalls über Rechtliches. Auch zum Thema Strom sparen, richtig putzen ohne Chemiekeulen oder auch eine Anleitung zum Bau eines Lattenrosts ist hier einiges zu finden.
Immer wieder werden nützliche Tipps und Tricks verraten - wie etwa, erst einmal alle Kartons nicht an den äußeren Wänden zu platzieren, sondern in der Mitte, um ohne Stolperfallen stressfrei einrichten zu können. Das Buch „Meine erste eigene Wohnung“ hat 224 Seiten, kostet 16,90 Euro und kann unter www.test.de/wohnung bestellt werden.

Immobilienpreise: Anstieg um 8,3 Prozent im Vorjahresvergleich

Im Vergleich zum 2017 legten die Preise für Immobilien laut Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) im zweiten Quartal weiter zu. Dies hat eine aktuelle Auswertung echter Transaktionsdaten für den Immobilienpreisindex ergeben. Demnach stiegen die Preise um 8,3 Prozent allein im zweiten Quartal. Im ersten Quartal wurde eine Steigerung von 8,8 Prozent festgestellt.
Im Vordergrund stehen nach wie vor Wohnimmobilien, die sich bundesweit um 8,7 Prozent im Vorjahresvergleich verteuerten. Besonders Mehrfamilienhäuser rückten in den Fokus von in- und ausländischen Investoren und legten um 9,7 Prozent zu. In den Großstädten zeigte sich der Trend noch deutlicher: In den Top-7-Metropolen stieg der Wohnimmobilienpreisindex sogar um 10,7 Prozent.
Zwar sei die Nachfrage nach Wohnimmobilien nach wie vor hoch, doch zeige sich laut vdp bereits eine leichte Abflachung der Preisdynamik im Vergleich zum Jahresbeginn 2018. Trotz des hohen Preisniveaus und politisch unsicheren Zeiten sei ein Immobilienkauf in Deutschland nach wie vor ein nachhaltiges Investment.
Quelle: vdp

Altbau: Vor Immobilienkauf Sanierungskosten kalkulieren

Derzeit befinden sich einige Immobilien aus den 1950er und 1960er Jahren auf dem Markt. Einerseits bieten diese Altbauten im Vergleich zu neu gebauten Häusern große Grundstücke in attraktiven Lagen, jedoch müssen sich die neuen Eigentümer oftmals mit einer veralteten Wärmedämmung und Haustechnik beschäftigen.
Der Verband Privater Bauherren e.V. (VPB) rät daher, sich bei einem Kauf eines Altbaus detailliert mit den Modernisierungskosten zu beschäftigen. Ein Sachverständiger kann hierzu verlässlich Auskunft geben und ebenfalls für die Preisverhandlung wichtige Argumente liefern. In jedem Fall sollten Kaufinteressenten ihre Nachrüstpflichten kennen und einen Kostenüberblick über die notwendigen oder gewünschten Umbauten haben.
Grundsätzlich gilt: Je älter eine Immobilie ist, desto höher liegen die Investitionskosten. Der VPB empfiehlt außerdem, sich nach den Kosten für einen Abbruch zu erkundigen. Je nach Zustand des Hauses lohnt sich ein solcher eher als aufwendige Sanierungsmaßnahmen.
Quelle: VPB

Heizungsoptimierung: 30 Prozent weniger Stromkosten durch moderne Anlage

Seit 2 Jahren können Hauseigentümer Zuschüsse des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für die Optimierung ihrer Heizungsanlagen beantragen. Bis heute wurden rund 170.000 hocheffiziente Pumpen und 90.000 Maßnahmen zum hydraulischen Abgleich mit einem Gesamtvolumen von ca. 50 Millionen Euro gefördert.
Durch diese Zahlen sieht sich das BAFA bestätigt, das Förderprogramm auch in Zukunft weiterzuführen. Das Thema Heizungsoptimierung ist laut den Initiatoren immer mehr in den Fokus von Immobilienbesitzern und auch Handwerksbetrieben gerückt, da neue Heizungsanlagen im Durchschnitt etwa 80 Prozent weniger Strom verbrauchen als veraltete Heizsysteme.
Dadurch amortisieren sich die Kosten für eine neue Heizungsanlage laut BAFA innerhalb kürzester Zeit. Aktuell beträgt der Zuschuss für den Austausch von Umwälzpumpen und Warmwasserzirkulationspumpen sowie die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs inklusive begleitender Maßnahmen 30 Prozent des Nettorechnungsbetrages.
Quelle: BAFA

Mietspiegel: Nachbarstädte müssen bei Mieterhöhung vergleichbar sein

Das Amtsgericht Darmstadt entschied in einem aktuellen Urteil, dass eine Mieterhöhung mit Bezug auf den Mietspiegel einer Nachbarstadt nur dann ordnungsgemäß ist, wenn die beiden Gemeinden miteinander vergleichbar sind. Eine größere Universitätsstadt sei beispielsweise nicht mit einer Kleinstadt vergleichbar (AZ 303 C 156/17).
Im vorliegenden Fall hatte ein Vermieter einer Wohnung in Griesheim verlangt, dass sein Mieter einer Mieterhöhung zustimmt. Er begründete diese mit Bezug auf den Mietspiegel im angrenzenden Darmstadt, wo insgesamt 155.000 Einwohner leben. Ein eigener Mietspiegel für Griesheim mit 27.000 Einwohnern ist nicht vorhanden. Der Mieter weigerte sich jedoch, die Mieterhöhung zu akzeptieren und argumentierte, dass die beiden Städte aufgrund der Einwohnerzahl nicht miteinander vergleichbar seien.
Das Gericht gab nun aktuell dem Mieter recht und wies die Klage ab. Der aus Darmstadt herangezogene Mietspiegel war nicht für eine Wohnung in Griesheim geeignet. Zwar dürfen sich Vermieter grundsätzlich auf Mietspiegel von Nachbarstädten berufen, jedoch müssen diese in den Bereichen Wirtschaft, Kultur sowie sozialer Infrastruktur miteinander vergleichbar sein.

Finanztipp: Baumängel sind steuerlich nicht absetzbar!

Baumängel können nicht als außergewöhnliche Belastung beim Finanzamt geltend gemacht werden. So lautet die Entscheidung des Bundesfinanzhofes zu einem aktuellen Fall, auf den der Infodienst Recht und Steuern der LBS hinweist (AZ VI B 106/17).
Hierbei hatte ein Eigentümer selbst Schäden beseitigt, die durch Baumängel entstanden sind. Da er keinerlei Ersatzansprüche aufgrund von Verjährung geltend machen konnte, versuchte er, seine Aufwendungen als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend zu machen, da ihm zufolge sein existenznotwendiger Grundbedarf, das Wohnen, betroffen gewesen war.
Der Bundesgerichtshof lehnte den Antrag jedoch ab. Zwar könne im Falle von Gesundheitsgefährdungen der Eigentümer eine Ausnahme in Frage kommen – diese Regelung gilt jedoch nicht für übliche Baumängel, die die Nutzung des Gebäudes nie elementar in Frage gestellt hätten.
Quelle: LBS

Ein- und Zweifamilienhäuser: Zwangsversteigerungen nehmen zu

Die Zwangsversteigerungen haben in den ersten sechs Monaten 2018 stark zugenommen. Vor allem im Segment der Scheidungs- und Erbimmobilien fanden rund 17 Prozent mehr Auflösungstermine statt. Dies hat der Fachverlag Argeta auf Basis einer aktuellen Auswertung von mehr als 500 Amtsgerichten bekannt gegeben.
Den Hauptanteil bei Zwangsversteigerungen machen Ein- und Zweifamilienhäuser mit etwa 68 Prozent aus, gefolgt vom Segment der Eigentumswohnungen. Gewerbegrundstücke, Wohn- und Geschäftshäuser, Grundstücke und sonstige Immobilien machen zusammen etwa 32 Prozent der Zwangsversteigerungen aus.
Da das allgemeine Preisniveau am Immobilienmarkt vor allem in Großstädten hoch ist, ist die Nachfrage nach Zwangsversteigerungsobjekten aufgrund der tendenziell niedrigeren Verkehrswertfestsetzungen groß. Denn wer sich im Streit von einer Immobilie trennt, muss sich in der Regel mit einem niedrigeren Preis zufrieden geben.
Quelle: Argreta

Vom Mieter zum Eigentümer: Kaufangebote stets sorgfältig prüfen!

Immer wieder bieten Baugenossenschaften und Wohnungsgesellschaften Mietern ihre Immobilien und Wohnungen zum Kauf an – teilweise zu attraktiven Konditionen. Da viele Menschen von den eigenen vier Wänden träumen, nimmt so mancher Mieter das Angebot wahr und wandelt seinen Mietvertrag in eine Immobilienfinanzierung um.
Doch der Verband Privater Bauherren e.V. (VPB) rät hier zur Vorsicht. Denn nicht jedes scheinbar günstige Angebot ist ein wirklich gutes Geschäft. Mit den veränderten Eigentumsverhältnissen gehen auch Pflichten einher, denen man innerhalb einer neuen Gemeinschaft nachkommen muss. Unangenehm kann es werden, wenn ein Großteil der Wohnungen an einen Investor geht und dieser stets die Mehrheit bei wichtigen Entscheidungen hat.
Damit der Kauf der eigenen Mietwohnung kein Reinfall wird, hat der VPB als Verbraucherschutzverband den Ratgeber "Vom Mieter zum Eigentümer" herausgegeben, der im Internet unter www.vpb.de kostenlos heruntergeladen werden kann.
Quelle: VPB

Studie: KWK zeigt neue Wege zur Wärmewende

Mit einem Mix aus Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und Strom aus erneuerbaren Energien lassen sich die Klimaziele der Bundesregierung besser bewältigen. Dies ist das Fazit einer aktuellen Studie, die der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung (BKWK) beim Fraunhofer-Institut in Auftrag gegeben hat.
Den Studienerkenntnissen zufolge, kann eine rein auf Elektrifizierung sowie den Einsatz von strombetriebenen Wärmepumpen ausgerichtete Strategie nicht den gewünschten Erfolg einer Wärmewende erzielen. Eine Kombination von Strom aus erneuerbaren Energien und KWK sei dagegen ideal, um sich gegenseitig zu ergänzen und flexibler zur werden.
Ein intensiver Ausbau gasbasierter KWK mit Wärmenetzen kann einen wichtigen Beitrag zur Flexibilisierung des gesamten Energieversorgungssystems leisten, so das Fazit der Studieninitiatoren. Voraussetzung aber ist, dass die Betreiber von KWK-Anlagen weiter entlastet werden. Der BKWK kritisiert, dass seit dem 1. Januar Betreiber von Anlagen mit mehr als 10 kW Leistung, die nach dem 1. August 2014 in Betrieb gegangen sind, die volle EEG-Umlage und damit rund 4,1 Ct/kWh mehr auf den selbst verbrauchten Strom zahlen müssen.
Quelle: BKWK

Quelle: Immonewsfeed


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